Was ich gerade mache

Facebook fragt mich wieder und wieder, was ich gerade mache.

Na, was wohl in diesem Moment – ich habe meine Chronik geöffnet und schaue, was meine Freunde gepostet haben, ich lese die Post, gucke nach den Veranstaltungseinladungen und lade selber gelegentlich einen Post hoch. Allerdings keine Katzen-oder Mittagessensfotos und ich beteilige mich auch nicht an endlosen virtuellen Wirtshausdiskussionen zum Thema Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, die ohnehin nichts bringen und in den seltensten Fällen objektiv geführt werden. Meinen Hang zum Entertainment meiner Mitmenschen tobe ich ganz ordentlich über dieses soziale Netzwerk aus, und nun macht es mir auch wieder Spaß.

Es hat mich einige Zeit gekostet sämtliche Trolle, die sich im Laufe der Jahre eingeschlichen haben, wieder zu entfernen. Ja, ich unterhalte gerne und wenn ich nicht innerlich ein schüchterner, gar nicht so selbstbewusster Mensch wäre, hätte ich unter Umständen mit meinem Talent schon die Bühne erobert. Es geht auch anders, nämlich mit der Tastatur. Meine beiden Regionalreiseführer haben mir Spaß gemacht, sind aber nicht meine Kernkompetenz. Schon mit meinem ersten Buch, der „Bar Sevilla“ wollte ich unterhalten, nur kamen da wohl die Herren dieser Welt ein wenig zu schlecht weg. Ganz großartig finde ich immer noch den „Hamsterfuchs und andere Kuriositäten“, ein skurriles Märchenbuch, das in Zusammenarbeit mit meiner Freundin und Lektorin Christiane Hoff und den fantasievollen Zeichnungen des Meraner Künstlers Peter Verwunderlich entstanden ist.

 

Merankrimi

Für Nicht-Kindermärchen aber findet man keinen Verlag, außer man hat schon irgendwie einen Namen, daher lief das über BoD, mit mäßigem Erfolg. Inzwischen aber habe ich zu meiner Form gefunden, und was ich daher tue ist: schreiben, schreiben, schreiben. Nicht jeder hat den gleichen, leicht schrägen Humor wie ich, das weiß ich, dennoch hoffe ich, dass meine Bücher ankommen werden. Den beiden Testleserinnen ist mein im März 2017 erscheinender Merankrimi „Rosengeschmack“ vor Lachen der Kitt aus der Brille gefallen. Meine Literaturagentin Alisha Bionda wartet schon seit einigen Monaten ungeduldig auf die Fertigstellung des Manuskripts meines wirklich frechen Frauenkrimis „Schwesterlein, liebs Lästerschwein“, ein Schwetzingenkrimi steht für 2018 an. Und außerdem möchte einer der größten Unternehmer unserer Region seine Biografie zu seinem sechzigsten Geburtstag in wenigen Jahren von mir geschrieben haben. Wird von Herzen gerne erledigt.

Damit ich aber überleben kann bis ich zur zweiten Joanne K. Rowling geworden bin, quäle ich nachmittags Lateinschüler, arbeite mit Kindern spielerisch in Sachen Lesen und Schreiben, helfe ihnen bei den Hausaufgaben und unterstütze sie dabei, richtiges Deutsch zu lernen. Der Mannheimer Morgen schickt mich auf – meistens – interessante Events, und dann schreibe ich, schreibe und schreibe. Ab und zu aber widme ich mich dem richtigen Leben, und was ich da so alles erlebe, ist ganz viel Stoff zum ….ja, ihr habt richtig geraten. Habt es gut.

Eure Viola

Illustration: Alexandra Navrade


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