So soll es sein

 

So soll es sein – kaum am neuen Wohnort angekommen, geht schon die Arbeit los.

Dieser Umzug war der schnellste meines Lebens, in einer guten Stunde waren sämtliche Möbel, die ich mitnahm, im Transporter, und in derselben Zeit aus wieder ausgeladen und verstaut. Da wir noch das Hexenhäuschen meines zukünftigen Manns renovieren müssen, damit auch ich dort ein wenig Platz habe, bin ich in einer kleinen Wohnung zwischengelagert. Gleich war auch das Wetter gut, so konnte ich, dank kundiger Führung, schon so manches Schmuckstückchen wie die älteste Kirche Stuttgarts und den herrlichen Max-Eydt-See kennenlernen.

Drei Bücher sind in der Mache, die Zeitung schickt mich wie einen Gummiball in der Gegend herum – klasse, so lernt man Land und Leute kennen. Allerdings spüre ich, dass die Dinge hier etwas langsamer gehen und ich genieße das. Gewöhnungsbedürftig nach der Hektik nach Mannheim. Ich schaue über Felder und Wiesen – statt Lastwagen, die durch die Quadrate donnern, sorgt nun der Trecker für sanfte Hintergrundmusik. Interessante kulturelle Events ohne Ende, zusammen mit einer wirklich schönen Gegend. Mir war der Norden Stuttgarts bisher gar nicht bewusst gewesen, und in den Schwarzwald bin dank gewisser Vorurteile auch nicht geraten.

Wenn man immer den Odenwald und die Pfalz die ganze Zeit vor der Nase hat… Bis die Schreibworkshops und die Deutschkurse im Herbst losgehen, habe ich noch ein wenig Eingewöhnungszeit, Schonfrist sozusagen. Ich hoffe sie reicht, um wenigstens das kleine Suebicum zu erlernen und mich mit Angewohnheiten wie einer Kehrwoche selbst im Garten anzufreunden. Heiligsblechle!

Eure Viola

Illustration: Alexandra Navrade


2 Kommentare

  1. Jo Bekannt

    Sag mal, wie geht es Dir jetzt eigentlich? Also die alte Adresse steht ja immer noch im Impressum, da frag ich mich natürlich schon. Du musst mich auch nicht dissen, nur weil wir seit 1989 zusammen waren, und sogar mal verheiratet. Ja, keine Sorge, ich mach mir keeen Kopp des dewesche, ich möchte nur einfach wissen, wie es Dir im Schwabenländle geht. Mehr nicht.

  2. Alla Hopp

    Ai joo, also unnern Sohn, ah den hosch jo wohl vergess? Wo lebdn der jedz? Jo, in Monnem, schun kloar, awwer wo dann? Weesche, ich mag diese Schbierenzelsche ned. Kannsche das verschdehn? Ai dann meld Disch mol, alla hopp, saaach deem Sohn, er soll sich aach amol melde. Danke:-))

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