Robert Nabenhauer interviewt Viola Eigenbrodt

Mein Interview mit Frau Viola Eigenbrodt – Publiziert am 17. September 2012 von Robert Nabenhauer

Robert Nabenhauer: Ich freue mich sehr, mit Ihnen dieses Interview führen zu können, Frau Eigenbrodt. Möchten Sie sich unseren Lesern zunächst einmal vorstellen?
Viola Eigenbrodt: Ich bin Journalistin und Buchautorin, wobei ich mich, neben meinen eigenen Büchern, auf das Festhalten persönlicher Biografien spezialisiert habe.

Robert Nabenhauer: Sie haben Archäologie und Philologie studiert, sind aber als Journalistin sehr erfolgreich. Wann sind Sie zu dem Entschluss gekommen, dass Sie Ihre Fähigkeiten in dieser sehr praxisbezogenen Form einbringen möchten?
Viola Eigenbrodt: Ich bin bereits während meines Studiums in Heidelberg „zweigleisig“ gefahren, und habe mehrere Praktika absolviert. Unmittelbar nach dem Abschluss meines Studiums habe ich dann die Chefredaktion eines englischsprachigen Lifestylemagazins für die amerikanische Bevölkerung der Stadt übertragen bekommen. Man wollte mit Absicht eine Einheimische, weil es das Konzept war, den in Heidelberg lebenden Amerikanern Land und Leute näher zu bringen, von der Basis aus.

Robert Nabenhauer: Viele Journalisten arbeiten freiberuflich. Wie beurteilen Sie ganz allgemein diese Entwicklung und welche Vor- und Nachteile sehen Sie darin?
Viola Eigenbrodt: Die Verdienstmöglichkeiten für freie Journalisten halten sich Grenzen. Soziale Absicherungen wie Rentenversicherungen und ähnliches muss man schon selber in die Hand nehmen und auch über eine gewisse Disziplin verfügen. Andererseits ist man natürlich sein eigener Chef. Stellt man es geschickt an, und kommt bei Spezialformaten unter, die z.B. den Heimwerkermarkt bedienen, kann man schon wesentlich mehr verdienen. Schreibtalent dagegen ist etwas, was nicht erlernen kann, das hat man.

Robert Nabenhauer: Sie arbeiten mit verschiedenen Magazinen zusammen und bringen dort Ihre Erfahrungen ein. Mit welchen Themenschwerpunkten beschäftigen Sie sich vornehmlich?
Viola Eigenbrodt: Ich bin schon immer Feuilletonistin gewesen, also ein Mensch, für den Kultur sehr wichtig ist. Berichte über Malerei und Literatur, und besonders Künstlerporträts werden von meinen Lesern sehr geschätzt.

Robert Nabenhauer: Ich bin mir sicher, der eine oder andere Leser hätte durchaus Interesse an einem Portrait über seine Person. Arbeiten Sie ausschließlich mit Magazinen und Verlagen zusammen oder stehen Sie auch anderen Unternehmen zur Verfügung?
Viola Eigenbrodt: Ein Firmenporträt ist eine sehr spannende Sache, die ich gerne im Auftrag des jeweiligen Unternehmens durchführe, eben für das Unternehmen, das sich darin gut repräsentieren kann. Seine Struktur, sein Aufbau, seine Geschichte und besonders seine Philosophie kann durch ein Porträt deutlich beleuchtet werden. Dadurch wird viel in Sachen positivem Image bewirkt.

Robert Nabenhauer: Wie muss ich mir als Unternehmer die Zusammenarbeit mit einem Ghostwriter vorstellen?
Viola Eigenbrodt: Das ist schnell beantwortet: ich brauche möglichst viele Informationen, die ich zu einem Ganzen zusammenfüge. Möchte der Auftraggeber dies unter seinem eigenen Namen veröffentlichen, dann bin ich der Ghostwriter, der nicht genannt wird.

Robert Nabenhauer: Nun gibt es ja einige Texter, die im Internet Ihre Dienste anbieten. Große Content-Plattformen buhlen mit teilweise sehr niedrigen Preisen um die Gunst der Kunden. Was können Sie besser?
Viola Eigenbrodt: Ich bin ein Profi. Niedrige Preise, wobei ich auch keine astronomischen Summen verlange, sind selten ein gutes Zeichen in dieser Branche. Ähnlich wie bei grafischen Leistungen oder Website-Gestaltung. Sprachliches Können und guter Umgang mit der deutschen Sprache, als auch Einfühlungsvermögen in das, was der Kunde möchte, trennt die Spreu vom Weizen.

Robert Nabenhauer: Mit großem Interesse habe ich mich auf Ihrer Webseite umgeschaut. Sie haben einige Ihrer Texte online gestellt. Aus welchem Grund haben Sie das getan?
Viola Eigenbrodt: Meine Website ist mein Portfolio, alle Texte sind publiziert – Interessenten können sich auf diese Weise ohne Mühe von mir überzeugen.

Frau Eigenbrodt, ich bedanke mich für das informative Gespräch.

Robert Nabenhauer