Gottverlassen

Ob gläubig oder nicht, in extremen Situationen fängt jeder an zu beten, auch die, die sich gerne als Atheisten bezeichnen.

Noch ist Deutschland christlich, dennoch haben viele Angst vor einer Art Islamisierung, weil beinahe alle herkommenden Flüchtlinge Moslems sind. Deutschland versucht etwas gutzumachen, was eigentlich nicht gutzumachen ist. Unsere Vergangenheit als sogenanntes Drittes Reich können wir nicht auslöschen, nicht einfach so tun, als ob sie abzuhaken wäre wie eine verpfuschte Affäre. Nur die Erinnerung und das stetige Aufarbeiten können uns wirklich helfen.

Nun versuchen wir Deutsche, die meisten jedenfalls, zu zeigen, dass wir hilfsbereit, bunt und offen sind und keine selbstgefälligen Reaktionäre. Die Probleme, die wir damit haben und auch sicher bekommen werden, müssen strukturiert gelöst werden und nicht aktionistisch. Es ist gotterbärmlich, wie sich einige Zeitgenossen aufführen in Sachen Hilfe für Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes „gottverlassen“ sind und deswegen zu uns kommen.

Wenn einem alles, was man zum Leben braucht, abhanden gekommen ist, dass man noch nicht einmal den Schutz Gottes (welcher auch immer das sein mag) für sich fühlt, dann müssen die Menschen helfen. Es sollte sich jeder schämen, der es nicht auf irgendeine Weise tut. Der ist dann nämlich noch mehr als gottverlassen, der ist von allen guten Geistern verlassen.

Eure Viola


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