Gerechtigkeit und der liebe Sex

Dass Catherine Deneuve und ihre Kolleginnen sofort einem Shitstorm ausgesetzt sein würden, war ihnen klar, doch nicht das Ausmaß desselbigen. Was also bewirkte #metoo? Nein, das ist die falsche Frage, was bewirkten Männer wie Harvey Weinstein oder besser warum gibt es männliche Gewalt gegen Frauen? Ein weites Feld. Kann man überhaupt Machtgelüste in männlich-weiblich einteilen? Ich glaube nicht, sie werden nur anders ausgelebt. Zurück zum Anfang. Was mochte wohl einige Französinnen dazu bewogen haben, die sexuelle Libertinage aufrecht erhalten zu wollen? Ihr gesunder Menschenverstand. Und sie haben recht. Natürlich haben sie recht!

Wir müssen zurzeit höllisch aufpassen, nicht wieder in eine Gesellschaft zurückzufallen, in der alles schwarz und weiß gesehen wird. Dazu gehört auch eine falsche Prüderie. Dass die kommen würde, war nach den Jahren der Übersexualisierung des Öffentlichen völlig abzusehen. Aber Vorsicht. Ein Flirt ist noch lange keine sexuelle Gewalt und gehört zum Leben wie das Salz in der Suppe. Es verhält sich so ähnlich wie mit Selbsthumor und Nicht-wichtig-nehmen der eigenen Person. Doch das ist bei dieser Problematik nebensächlich.

Worum es eigentlich geht ist die GE-RECHTIG-KEIT. Zwischen Mann und Frau. Keiner ist besser oder wertvoller als der andere. Nur der Mensch zählt. Männer sind anders, Frauen sind anders, und das ist gut so. Aber wir sollten uns in unseren Fähigkeiten ergänzen und nicht gewichten. Was „typisch“ für ein Geschlecht ist können wir hier in dieser ersten Welt sowieso nicht mehr herausfinden, dazu sind wir viel zu überzüchtet. Gleiche Behandlung in jeder Beziehung, in jeder Wertigkeit, Respekt vor einander, ein würdiger Umgang – das kann doch eigentlich so schwer nicht sein oder? Schließlich möchten wir doch unsere hart erkämpfte demokratische Freiheit erhalten.

Eure Viola

 


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