Ein persönlicher Zwischenbericht

Der Sommer ist so langsam mal da, der Frühling war seltsam. Nicht nur wettertechnisch.

Aus den vielen Schreibworkshops, die Anfang des Jahres in Planung waren, ist irgendwie nichts geworden, was wahrscheinlich gut so war, denn ich hätte mich garantiert völlig überarbeitet. Das Geld fehlt zwar, aber dafür bin ich nicht umgefallen wie letztes Jahr im Februar. Und es haben sich viele andere positive Dinge ergeben, die ich gar nicht auf der Liste hatte. Als einfach nicht warm werden wollte, legte sich das zunächst auf meine Stimmung. Die vielen Todesfälle (prominente, aber auch private), es wurde nicht richtig hell und sonnig, irgendwann war ich in einer merkwürdigen Verfassung, mir war einfach alles egal. Ich konnte mich über nichts mehr freuen, nichts mehr hat mich aufgeregt. Machte mir schon Sorgen, dass ich depressiv werden könnte, meine natürliche Fröhlichkeit war einfach weg.

Das legte sich dann aber doch wieder mit Eintreffen des Sommers und der Wärme. Aber was viel wichtiger ist: Im frühen Frühjahr wusste ich einfach nicht, wie das mit meinen Büchern und den Buchideen weitergehen wird. Ich überlegte ins Selfpublisher und Ebooklager zu wechseln und stellte fest, dass mich das völlig überfordern würde, auch zeitmässig.

Da riet mir eine Kollegin, es doch wieder mit einem Literaturagenten zu probieren und nannte gleich einen Namen. Es hat geklappt. Bin jetzt durch die Agentur Ashera vertreten und fühle mich erleichtert und frei.

Im Juni dann präsentierte ich mein Schwetzingenbuch, das sehr gut ankommt und auch in der Presse ziemlich gelobt wurde, das ist eine wahre Freude.  Außerdem habe ich einen Kurzkrimi für den hiesigen Wellhöfer Verlag geplant – und den Verlagsvertrag mit KSB für einen Schwetzingenkrimi unterschrieben.

Im Augenblick arbeite ich intensiv an meinem Meran und Schloss Korbkrimi, denn der soll noch in diesem Jahr in Druck gehen. Danach kommt die Leseprobe für eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte mit tragischem Ausgang dran, und gleichzeitig werde ich meinem Krimi „Die Lästerschwestern“ endlich beenden. Und ich arbeite wieder als Journalistin, das freut mich ja ganz besonders. Back to the roots, hat mir schon ein wenig gefehlt, die Arbeit für die Zeitung.

Ich fahre also nun dreigleisig, Bücher, VHS und Mannheimer Morgen.

Im Augenblick freue ich mich sehr auf die Sommerferien, die zum größten Teil in Mannheim, aber auch an anderen Orten verbringen werde. Nächstes Jahr werde ich wohl endlich einmal, nach über zwanzig Jahren, nach Griechenland fahren – aber morgen ist ein anderer Tag!

Eure Viola

Illustration: Alexandra Navrade


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