Der Ex in Spe

Ein amüsanter Frauenroman

Sylvia Silla ist unglücklich verheiratet.  Die erfolgreiche Unternehmerin ist Chefin eines Bestattungsinstituts, in ihrer Arbeit geht sie voll auf. Kinder hat sie ganz bewusst keine.  Aber sie langweilt sie mit ihrem Gatten, der zwar genauso erfolgreich ist wie sie, aber als Politiker zu oft unterwegs ist. Er fliegt von einem Termin zum anderen, hat nur seine Politik im Kopf.

Inzwischen geht er so sehr in seinem Job auf, dass er am Mittagstisch, sollte er einmal anwesend sein, Reden wie im Bundestag hält. Sein Chauffeur ist extrem gut aussehend und sehr devot, so dass viele ihrer gemeinsamen Freunde sogar ein Verhältnis der beiden Männer vermuten. Da im Bett auch so gut wie nichts mehr läuft, fragt sich Sylvia, ob an diesen Überlegungen nicht tatsächlich etwas sein könnte.

Sie will aus der Ehe, als sie eines Tages erwacht und bemerkt, dass sie im letzten Traum jemanden leidenschaftlich geküsst hatte, der aber nicht ihr eigener Mann war. Nun beginnt die Suche nach einem Neuen, einer, der sie aus ihrer Situation holen soll, weil sie nicht alleine sein kann. Doch auf ihrem Weg muss sie viele Frösche küssen, jede dieser amüsanten Affären wird erzählt und welche Konsequenzen sie für Sylvia hat.  Da kein einziger dieser Männer wirklich aus ihrem Ehedesaster führt, bleibt ihr Mann die ganze Zeit der Ex in Spe. Bis eines Tages ….
Leseprobe:

Alexander wohnte in einem wunderschönen alten Pfarrhaus, doch als sie seine Wohnung in der oberen Etage betraten, dachte Sylvia, er sei entweder gerade eingezogen oder wollte ausziehen. Von einer Wohnungseinrichtung im eigentlichen Sinne konnte nicht die Rede sein, überall stapelten sich Kisten, alte Zeitungen und bergeweise ungeöffnete Post, aber der Gipfel war schmutziges Geschirr, das sich in der Badewanne befand. Auf ihre entsetzte Frage, was es damit auf sich habe, sagte er quasi als Entschuldigung, dass seine Frau die Küche und den Geschirrspüler bei ihrem Auszug mitgenommen hätte.

Sylvia war nicht nur bodenlos enttäuscht, sie war geradezu schockiert. Am liebsten hätte sie auf dem Absatz kehrt gemacht und das Weite gesucht. Aber wohin auf die Schnelle? Und sie verfluchte innerlich ihren Leichtsinn, ohne jede Rückversicherung seinen Worten Glauben geschenkt zu haben.  Wenigstens das Bett war frisch bezogen und er selbst roch auch verführerisch gut. Also blieb nur, sich ins Bett zurückzuziehen und alles andere zu vergessen. Genau das taten sie dann, und merkwürdigerweise funkte es da auch gleich wieder zwischen ihnen. Es war schön, sie genossen sich gegenseitig wie im Urlaub und kamen über Stunden nicht aus dem Bett.


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