Das Glas

Facebook fragt einen ja ständig, was man gerade so macht und ich bin der Meinung, das geht nicht wirklich jeden etwas an! Was ich aber immer gerne mitteile, sind positive Feedbacks oder neue Projekte. Warum sollte ich auch erzählen, was alles nicht geklappt hat?

Okay, es ist nicht immer leicht, stets nur das halbvolle Glas zu sehen, und man sollte sich auch Durchhänger zugestehen und die ausleben. Der Mensch ist schließlich kein Roboter, der sich jeden Tag gleich fühlt. Manchmal hätte ich auch gerne mehr Ruhe in meinem Leben, aber dafür wäre ich dann doch wohl besser Religions-und Lateinlehrerin geworden, wie ich die ersten vier Semester meines Studiums noch glaubte unbedingt werden zu wollen.

Nein, das Leben ist kein langer ruhiger Fluss, wie der Titel eines meiner Lieblingsfilme aus Frankreich lautet, aber dafür ist man wenigstens kein Langweiler geworden. Was ich also mache? Händeringend warte ich auf die Zusage eines Verlags für die Biografie des von mir sehr verehrten ehemaligen Kameramannes Justus Pankau, 90 Jahre alt und fit wie ein Turnschuh, vor allem im Kopf. Die Dokumentation seines ereignisreichen Lebens, in dem er u.a. für Monty Python drehte und einmal die Goldene Kamera bekam, macht mir große Freude, und er hat so viel zu erzählen.

Mit Kollegin Silke Porath zusammen schreibe ich gerade einen lustigen Frauenroman über zwei Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, feile an einem Exposé für eine eigene Komödie und bereite mich vor.

Auf Erzähl-und Schreibworkshops, zu denen mich die Stadtbibliothek Mannheim eingeladen hat. Sie sollen als Zusatzprogramm ab Herbst hier an einigen Schulen angeboten werden. Außerdem habe ich auch mal wieder im Bereich PR gewildert und zwei kleine Pakete erfolgreich für die zufriedenen Kunden abgewickelt.

Was mich wirklich sehr freut: ich wurde eingeladen, am Mannheimer Kulturfest „Nachtwandel“ im Problemstadtviertel Jungbusch teilzunehmen. Ich werde versuchen, in einem zweistündigen Workshop Interessierten zu erklären, was es bedeutet, ein eigenes Märchen für sich zu haben, wie man Ideen findet und vor allem: wie man es schreibt.

Das Glas ist also doch halbvoll …

Eure Viola


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