Vernissagen

Im Auftrag der Leonberger Kreiszeitung werde ich recht oft zu Vernissagen geschickt. Das Procedere ist mir als altem Hasen natürlich nicht fremd, ich kann kaum sagen, auf wie vielen Ausstellungseröffnungen ich bereits war. Auch schon, bevor ich über sie schrieb. Früher waren sie schrecklicher, wenn sich promovierte Kunsthistoriker für ein paar Gulden dazu gequält hatten, Geistreiches und...
mehr

Ein Mainzelweibchen in Leonberg

Reflexionen einer Neigeschmeckten zu schwäbischen Traditionen und Eigenheiten Zugegeben, es ist nicht jedermanns Sache, sich auf Weihnachtsmärkten durch Menschenmassen zu quetschen, jeder Zeit hohen Gefahren ausgesetzt zu sein. Wie zum Beispiel heißen Glühwein in den Mantelkragen geschüttet zu bekommen oder gar das mühsam zusammengesparte Scherflein für adventlichen Tand auszugeben. In meiner...
mehr

Liebe

Welche ist die größere? Falls man nicht das Glück hat, einen Menschen zu finden, mit dem man tatsächlich sein ganzes Leben verbringen kann, ist es schwer, darüber zu urteilen. Die in der Jugend oder die im Alter? Ganz schwierig. Die junge Liebe hat den Nimbus der Unversehrheit, der Leichtigkeit, weil man noch nichts weiß über die Verletzlichkeiten des Lebens. Die im Alter die Gewissheit, nicht...
mehr

Der Buchhandel

Der Buchhandel nimmt nachwievor Bücher eher wahr, die über einen Verlag entstehen. Das hat Gründe, unter anderem, dass ein Buchladen vom Verlag Verkaufsexemplare bekommt, die er gegebenenfalls wieder zurückgeben kann, ohne dass ihm Kosten entstehen. Das geht bei Self Publishern nicht. Für Rezensionen in der Presse, eines der wichtigsten Verkaufskriterien, gilt ähnliches. Da werden SP noch immer...
mehr

So soll es sein

So soll es sein – kaum am neuen Wohnort angekommen, geht schon die Arbeit los. Dieser Umzug war der schnellste meines Lebens, in einer guten Stunde waren sämtliche Möbel, die ich mitnahm, im Transporter, und in derselben Zeit aus wieder ausgeladen und verstaut. Da wir noch das Hexenhäuschen meines zukünftigen Manns renovieren müssen, damit auch ich dort ein wenig Platz habe, bin ich in einer...
mehr

Noch mehr Veränderungen

Die Anthroposophen glauben, dass wir in einem System einer Veränderung, die sich ungefähr alle sieben Jahre in Körper und Geist vollzieht, leben. Und tatsächlich begann die, nach der Geburt des Kindes mit 35, stärkste Umgestaltung in meinem sechsundfünfzigsten Lebensjahr. Eine Herz-OP, Verlust des wichtigsten Arbeitgebers, eine von einer unterirdischen Bosheit getragenen seelischen Verletzung,...
mehr